Wanderberichte Aktive 2019

Bericht zur Wanderung mit den Wehinger Nachbarn am Sonntag, 20. Oktober 2019

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Priska Meßmer schreibt: Am Sonntag waren wir bei unseren SAV-Freunden in  Wehingen zu Besuch. Durch unsere gegenseitigen Besuche wissen wir schon seit Jahren, dass wir uns auf eine interessante Wanderung freuen dürfen, wenn wir mit Wanderführer Matthias Walz unterwegs sind. So waren wir zusammen eine große Wanderschar mit insgesamt 33 Erwachsenen, vier Kindern und zwei Hunden, die von dem schönen und milden Herbst-wetter begeistert waren.

 

Gut bedacht, hatten wir gleich zu Anfang unserer Wanderung den schwierigsten Teil zu bewältigen. Wir wanderten nämlich an der Flurgrenze Wehingen-Deilingen entlang zum Hochberg. Rücksichtsvoll bewältigten wir die Steigung, denn in mehreren Etappen warteten wir aufeinander und konnten so das schöne Panorama von Wehingen immer wieder genießen. Außerdem hörten wir WF Walz gerne zu, wenn er uns geologisch oder auch wirtschaftlich über unsere Heimat informierte. Gerade hier waren wir nämlich auf dem wasserdurchlässigen Weißjura unterwegs und so wurden wir auch auf Dolinen (Hohlräume) aufmerksam gemacht. Knapp unter der Hochkante des Hochberges wanderten wir am Albtrauf entlang, mit manchmal schmalen Abschnitten, bis zum Aussichtspunkt Schänzle mit seiner freien Sicht auf das Bäratal und bei Fernsicht bis zur Zugspitze. Meist eben konnten wir nun auf schönen laubbedeckten Waldwegen bereits Richtung Bürgle gehen, der lange Aufstieg war dann vergessen, so schön war das raschelnde herbstliche Wandern. Auch verweilten wir gerne längere Zeit an der Wehinger Grotte und an der Bürgle-Kapelle mit ihrer Aussicht auf unsere Gemeinden Wehingen und Gosheim. Auf dem Stationenweg kamen wir wieder nach Wehingen zurück, dabei ist uns ein schön gewachsener Mammutbaum aufgefallen. In unserer wunderbaren Gegend gibt es wirklich viel zu staunen, das konnten wir wieder einmal feststellen, als wir mit unseren Wanderfreunden auf den Wehinger Gemarkungsgrenzen Richtung Deilingen oder Gosheim unterwegs waren. Deshalb danken wir WF Matthias Walz und unseren Wanderfreunden aus Wehingen ganz herzlich für diese informative und freundschaftliche Wanderung. Außerdem waren wir der gleichen Meinung, dass es uns heute wirtschaftlich sehr, sehr gut geht und sind deshalb der Einladung zur gemeinsamen Einkehr in Wehingen gerne gefolgt. Dieses kollegiale Miteinander unserer beiden Albvereine ist eine schöne Tradition, die wir gerne nächstes Jahr in Gosheim fortsetzen möchten.

 

 

 

Bericht zur Frühwanderung am Sonntag 29. September 2019

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Ja, wir wollten etwas von dem Tag haben, und so trafen sich 16 Frühaufsteher um 6:30 Uhr am Vereinshaus. In Fahrgemeinschaften ging es dann den Heuberg hinauf zum „Weißen Kreuz“. Von dort aus starteten wir die Tour auf schönen Wald, Wurzel- und Wiesenwegen. Nach dem schönen Glockenklang der Quirinskapelle liefen wir Richtung Binsberg. Dort wartete die erste Überraschung auf uns. Die Ruhebank dort oben ist etwas Besonderes - sie ist aus einem alten Schlittenwagen entstanden. In einem Waldstück sahen wir tolle Skulpturen - ja was man aus Holz alles machen kann – und aufgeräumt ist der Wald, so wie es sein sollte. Weiter ging es zur Steineberg-Kapelle. Nachdem es jetzt schon richtig hell war, begrüßten wir den Tag mit den Liedern „Danke für diesen guten Morgen“ und „Wir wandern heut im Schwabenland“. Weiter ging es entlang des Fluggeländes zur Kreuzsteighütte von der Ortsgruppe Denkingen. Hier erwartete uns eine herrliche Aussicht - man sah einen Teil der Schweizer Alpen – sowie weit ins Land hinaus. Zu unserer Überraschung, gab es einen toll hergerichteten Frühstückstisch. Frische Brezeln, Hefezopf und Kaffee konnte man am wärmenden Lagerfeuer oder auch in der Hütte genießen. Danach ging es – vorbei am Klippeneck – auf dem Randweg wieder heimwärts. Das letzte Ziel war das „Weiße Kreuz“ am Steinbruch, das nachts leuchtet und weit sichtbar ist. Zwischendurch konnte man immer wieder tolle Ausblicke genießen – Gosheim immer wieder von einer anderen Sicht sehen. Der Testturm in Rottweil, der sonst so groß sein will, sieht von hier oben aus wie ein Spielzeugturm. Eine rundum gelungene Wanderung. Wir waren uns alle einig: Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt! Der Wanderführerin Doris Schrenk und Ihrer Familie danken wir für die tolle Organisation.

Bericht zur Tageswanderung auf dem Kloster-Felsenweg am

Sonntag, 15. 09. 2019

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Priska Meßmer schreibt: Bei unserer diesjährigen Donautalwanderung hatten wir mit unserem Wanderführer Simon Hermle einen schönen Sonntag bei kaiserlichem Wetter. Wir freuten uns über einige neue Gesichter, sodass wir eine stattliche Gruppe von 24 Personen waren. Sogar drei artige Hunde waren dabei, die sichtlich auch ihren Spaß dabei hatten und uns erfreuten. Wir  fuhren in Fahrgemeinschaften auf einer angenehmen und ruhigen Strecke über Nusplingen, Schwenningen/ Heuberg, Stetten a.k.M. ins Donautal nach Laiz.

 

In Laiz gibt es viele Möglichkeiten auf Premiumwanderwegen im Fürstlichen Park von Inzighofen zu wandern. Deshalb hatten wir auch schöne Wanderwege auf denen wir Gott sei Dank meistens im Schatten unterwegs waren. So konnten wir den 13 km langen Rundweg mit seinen vielen Treppen gut bewältigen. Wir waren auf dem Donaufelsenweg und auf dem Klosterfelsenweg unterwegs. Immer wieder wurden wir auf Felsformationen mit einem schönen Panorama belohnt, wie z.B. auch auf dem Amalienfelsen. Nicht umsonst verweilte die Fürstin Amalie von Hohenzollern/Sigmaringen gerne auf diesem Felsen und hat ihm so den Namen gegeben. Auf der sagenumwobenen Teufelsbrücke hatten wir die sogenannte Höll-Schlucht überquert und kamen zum interessanten Felsentor. Auf einem schmalen Pfad erreichten wir den Aussichtspunkt „Am Känzele“, wo wir eine kleine Pause machten, um den Blick ins Donautal zu genießen. Auf unserer Wanderung kamen wir auch zur neuen Hängebrücke. Seit 2019 verbindet diese als Spinnennetz konstruierte und schwingende Stahlbrücke das linke Ufer der Donau mit der Eremitage. Auf dieser Brücke, die den Tourismus im Donautal zurzeit ankurbelt, waren wir natürlich auch kurz, denn was neu ist, muss selbstverständlich ausprobiert werden. Auf unserem Klosterfelsenweg ging es immer wieder auf und ab. So kamen wir unter anderem an dem interessanten Grottenfelsen vorbei und sahen auch den beschrifteten Amalienfelsen von unten. Am kleinen Nebenfluss Schmeie lag dann unser Rastplatz für das mitgebrachte Vesper. Der größte Teil unserer Wanderung war nun geschafft. Als wir anschließend  wieder an der Donau waren, freuten wir uns nochmal über die besonderen Donau-Auen mit ihrer Felsenlandschaft und bewunderten noch den Gespaltenen Felsen und die Ruine Gutenstein, bevor wir unsere Autos in Laiz erreichten. Der Knopfmacherfelsen mit seiner großartigen Aussicht und die gemütliche Einkehr waren der krönende Abschluss dieses schönen Septembersonntags.

 

Wir danken Simon Hermle für den perfekten Wandertag im Donautal. Das war zurecht eine gut ausgesuchte Premiumwanderung und souverän geführt. Gerne wären wir nächstes Jahr wieder dabei.

 

 

Bericht zum Bergwochenende vom 20. bis 21. Juli 2019

Sabine Engl schreibt: „Hoch hinauf ins Gimplhaus“, so hieß es in der Einladung zu diesem genialen Wochenende in den Bergen, das wir dank der guten Vorbereitung von Doris Schrenk und Thomas Weinreich erleben durften.

 

Pünktlich um 5:30 Uhr startete der Bus, beladen mit einer 25-köpfigen Gruppe wanderbegeisterter Albvereinler und auch einiger Gastwanderer. Von jung bis etwas älter war alles vertreten, was dank den umfangreich ausgearbeiteten Wandermöglichkeiten unserer Wanderführer möglich war.

 

Während der Anreise ins Tannheimer Tal in der Nähe von Reutte, konnte jeder noch seinen fehlenden Schlaf nachholen. Als wir dann nach 3,5 Std. die Gruppe der Klettersteigler in Grän an der Gondel absetzen konnten, zeichnete sich für diesen Tag schon herrliches Wanderwetter bei strahlend blauen Himmel ab. Die Gruppe, die den Klettersteig machte, fuhr mit der Gondel auf das Füssener Jöchle und startete von da aus den Aufstieg auf die Rote Flüh. Es waren größtenteils sehr erfahrene Kletterer dabei, deshalb gab es keine Probleme mit dem Aufstieg.

 

Die zweite Gruppe fuhr mit dem Bus noch ein Stück weiter nach Nesselwängle (1136 m) und wurde dort vom Bus abgesetzt. Hier konnten wir als erstes den Luxus genießen, dass unser Gepäck für die Übernachtung im Gimplhaus mit einer Materialseilbahn transportiert wurde, so hatten wir nur unseren Wanderproviant als Marschgepäck dabei. Was auch völlig ausreichend war, denn die 500 Höhenmeter Aufstieg zum Gimplhaus (1659 m) waren ziemlich steil. Oben angekommen, machten wir eine ausgiebige Vesperpause und die Gruppe teilte sich noch einmal, denn einige blieben am Gimplhaus und genossen den schönen sonnigen Tag zum Relaxen auf der Terrasse. Der Rest der Gruppe machte sich nochmals auf den Weg um das Gipfelkreuz der Roten Flüh auf 2108 m zu erklimmen um dann mit der Gruppe der Klettersteigler zusammen zu treffen.

 

Dieser Aufstieg war gut zu bewältigen, denn wie immer durfte jeder in seinem Lauftempo gehen. Das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz war dann doch etwas anspruchsvoller und wir durften auch noch ein Stück Klettersteig-Feeling genießen. Denn auch hier musste man sich an der steilen Felswand mithilfe eines Drahtseils hinauf hangeln. Oben angekommen wurden wir für die Mühen des Tages aufs genialste belohnt. Zum einen stand da ein Gipfelkreuz ca. 3 m hoch und es zu berühren war schon ein Highlight, aber auch der Ausblick, den wir hatten, war wunderbar. Die Berglandschaft ist faszinierend und schier endlos. Als wir uns dann auch noch in das Gipfelbuch eingetragen hatten ging es wieder hinab und auf direktem Weg kamen wir wieder zum Gimpelhaus. Hier warteten die anderen schon auf uns. Nach dem Zimmerbezug und einer erholsamen Dusche warteten wir auf das Abendessen bei netten Gesprächen auf der herrlich gelegenen Terrasse. Nach dem Essen konnten wir noch hautnah miterleben, wie schnell ein Wetterumschwung in den Bergen vor sich geht. Innerhalb kürzester Zeit zog ein Gewitter mit Blitz und Donner über das Gimplhaus und nur zehn Minuten später kündigte ein riesiger Regenbogen wieder besseres Wetter an. Es wurde nicht allzu spät an diesem Abend, denn die meisten waren hundemüde und freuten sich auf ihr Bett. Auch wollten wir am Sonntag gleich nach dem Frühstück um 8.00 Uhr wieder starten. Das Wetter meinte es am zweiten Tag leider nicht so gut mit uns und wir bekamen die ganzen Widrigkeiten der Natur zu spüren. Es begann schon gleich nachdem wir losgelaufen waren zu regnen und dieser Regen begleitete uns auch den ganzen Vormittag. Auch am zweiten Tag teilten wir uns auf. Die eine Gruppe ging auf direktem Weg zur Schneetalalpe und die zweite Gruppe machte noch einen Abstecher über das Sabajoch und das Gehrenjoch an der Latschauer Alpe vorbei, zur Schneetalalpe. Dieser Weg war eine echte Herausforderung, denn durch den Regen war der lehmige Boden rutschig und trotz bester Wanderschuhe war es nicht immer leicht die Balance zu halten. Aber wir waren eben in den Bergen und nicht auf einem Premium-Wanderweg hier bei uns in der Gegend. Da kam der ein oder andere schon an seine Grenzen, aber da wir eine tolle Gruppe waren, gab es immer wieder eine helfende Hand, wenn der Weg zu steil war oder es auf einmal nicht mehr weiterging. So sind wir alle heil an der Schneetalalpe angekommen. Drinnen in der Stube warteten die anderen schon auf uns, es brannte ein Feuer im Ofen und es war wohlig warm. Nach einer zünftigen Stärkung war die Gruppe nun wieder gemeinsam unterwegs und nachdem es aufgehört hatte zu regnen, machten wir uns auf den Weg ins Tal. Dort wartete der Bus schon auf uns und wir konnten uns umziehen und die Heimfahrt antreten. In Hausen im Tal machten wir noch die Schlusseinkehr und verzehrten im schönen Biergarten der Bahnhofsgaststätte eine leckere Mahlzeit, bevor uns der Bus wohlbehalten und müde, aber hoch zufrieden, in Gosheim ablieferte. Vielen Dank an Doris und Thomas, dass sie uns wieder etwas so Schönes gezeigt haben und für die Zeit und die Mühe, die sie in die Planung und Vorbereitung gesteckt haben. Freuen wir uns auf das nächste Jahr und sind gespannt, wo es dann hingeht, wenn es wieder heißt, “Schnallt den Rucksack auf, es geht den Berg hinauf…“

 

 

Bericht zur Wanderung am Albtrauf entlang am Sonntag, 23. Juni 2019

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Priska Meßmer schreibt: Mit unserem neuen Wanderführer Christoph Götz waren 16 Wanderer dieses Jahr wieder als Traufgänger unterwegs. Wir hoffen sehr, dass Christoph Götz die schöne Tradition der Alb-Trauf-Wanderungen von Hansfried Hermle fortsetzt. Nur knapp 40 km mussten wir bis zu unserem Ausgangspunkt Zitterhof bei Albstadt-Pfeffingen fahren und schon waren wir in einer schönen Gegend mit einem besonderen Flair. Nicht umsonst sind wir hier im Naturschutzgebiet Irrenberg unterwegs gewesen. Zum Teil wanderten wir durch einen Bannwald, der sicher nach diesem Winter noch viele Jahre benötigt, um sich zu regenerieren. Wir waren immer wieder im Wechsel zwischen Wiesen und Wäldern unterwegs und hatten gleich am Anfang unserer Wanderung schöne Aussichten zur Burg Hohenzollern oder zum Nägelehaus und auf verschiedene größere Ortschaften im Tal. Auch waren wir zur richtigen Jahreszeit hier, denn am Wegesrand konnten wir eine umfangreiche Flora bewundern, wohl dem, der sich auf diesem Gebiet auskennt. Wirklich sehr vielfältig war unser Wegverlauf und gut für Laien ausgeschildert. Zu dieser Abwechslung gehörte auch eine Wacholderheide mit Rastplatz für unsere Vesperpause. Hier hatten wir bereits die Hälfte unserer 11 km langen Wanderstrecke bewältigt. Die zwei kurzen Anstiege am Schluss unserer Wanderung schafften die Senioren unserer Gruppe ohne Weiteres und freuten sich, dass sie wieder bei einer schönen Albtraufwanderung dabei waren. Außergewöhnlich waren die dreckigen Hosen und Wanderschuhe, die wir von  unserer Wanderung nach Hause brachten. Schuld daran waren die Pfützen, von den Regengüssen der letzten Tage und so waren wir vielfach auf matschigen statt auf gewohnt trockenen Wanderwegen unterwegs. Doch zum Wandern hatten wir zu unserer großen Freude einen schönen Sonntag mit angenehmen Temperaturen. Danke an Christoph und Corinna für diesen wunderbaren Wandertag. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr…

 

 

 

Wanderung in die Baar am Sonntag 19. Mai 2019

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Priska Meßmer schreibt: Unser Wanderführer Erwin Wintermantel führte dieses Jahr 15 Teilnehmer in den äußersten westlichen Zipfel der Baar. Über Donaueschingen kamen wir zuerst nach Wolterdingen einem Stadtteil von Bräunlingen und besichtigten dort die legendäre Bregbrücke. Erwin Wintermantel scheute bei der Planung seiner Wanderung keine Mühe, denn auf der Brücke wurden wir sogar von Herrn Mauz bereits erwartet. Er ist ein Mitinitiator des Baarvereins zur Geschichte der Wolterdinger Bregbrücke. Von ihm erfuhren wir, dass diese im Jugendstil erbaute Brücke ein technisches Wunderwerk und heute ein Unikat ist. Dieses repräsentative Bauwerk aus dem Jahre 1912 soll nach Plänen des Regierungspräsidiums Freiburg jetzt abgerissen werden und durch eine neue Brücke ersetzt werden. Herr Mauz engagiert sich für den Erhalt und führte uns auch zum Beweis unter die Brücke, wo er uns mit seinen stichhaltigen Argumenten überzeugen konnte. Über diese Herausforderung der 1700 Einwohner zählenden Gemeinde Wolterdingen waren wir sehr überrascht und versicherten ihm, dass wir ihn gerne bei einer Unterschriftenaktion unterstützen würden.

 

Nach nur wenigen km waren wir in der kleinsten Teilgemeinde Mistelbrunn mit ca.

 

90 Einwohnern. Durch das Engagement von WF Wintermantel wurden wir in der Markuskapelle von der Mesnerin erwartet, die um unser Wohlbefinden sehr besorgt war, denn die Kirchenheizung war voll aufgedreht. Durch ihre Informationen konnten wir in aller Ruhe die schon verwitterten Fresken aus dem 13. Jahrhundert mit Motiven aus dem alten und neuen Testament betrachten und das Ölgemälde aus dem Jahr 1775 zeigte uns aus einer Legende, die Überführung des Leichnams der hl. Ruchtraut.

 

Nach dem Eintauchen in die Kultur dieser Gegend ging es anschließend bei Sonnenschein auf den Mistelbrunner Rundweg. Auf schönen, ebenen Wanderwegen mit Blick auf die Erhöhungen der östlichen Baar waren wir vielfach im wunderbar riechenden Wald unterwegs. In Hubertshofen, dem einzigen Ort auf unserer Wanderung konnten wir in schöne Bauerngärten schauen und große und gepflegte Bauernhöfe bestaunen. Auch hatte dieser kleine Ort eine fein herausgeputzte Kirche, die geradezu neugierig machte. Diese St. Sebastianskirche ist innen wie außen sehr schön und besitzt eine Besonderheit, denn ihre „für jüdische Gemeinden gebaute Orgel“ hatte das dritte Reich überstanden und ist von Konstanz in die Baar gebracht worden. Wieder in Mistelbrunn angekommen, freuten wir uns, dass wir trotz schlechter Wetterprognosen einen schönen Maisonntag mit vielen blühenden Obstbäumen und Wiesen erleben konnten. Erstaunlicherweise gab es sogar in dieser kleinen Gemeinde eine einladende Wirtschaft für unseren Wanderabschluss. Auch dieses Jahr hatten wir mit unserem WF Erwin Wintermantel eine schöne Wanderung mit Natur und Kultur in Hülle und Fülle, wie wir es von ihm gewohnt sind. Seien wir gespannt, was er sich für nächstes Jahr Interessantes ausdenken wird.

 

 

Bericht zur Gaulehrwanderung am Sonntag, 05. Mai 2019

 

Die Ortsgruppe Gosheim war bei der diesjährigen Gaulehrwanderung personenzahlmäßig nur sehr schwach vertreten, was sicher dem Wetter geschuldet war. Eigentlich schade, denn die Wanderung wurde von Stefan Schrode , dem Gosheimer Förster, geführt. Er verstand es kurzweilig Informationen über Spaichingen und den Dreifaltigkeitsberg zu vermitteln. So erklärte er z.B. einige alte Spaichinger Straßennamen, zeigte den Standort des ehemaligen Oberamts-Gefängnisses und berichtete über die Entstehungsgeschichte der „Amerikaner-Kapelle“. Auch die freundschaftlichen Kontakte mit den umliegenden Ortsgruppen kamen nicht zu kurz. Eine rundum gelungene Wanderung.

 

Bericht zur Ostermontagswanderung in Stuttgart am 22. April 2019

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Priska Meßmer schreibt: Bei schönstem Osterwetter kamen die 20 Wanderer des SAV nach einer schnellen und komfortablen Schweizer-IC-Zugfahrt bereits nach 9 Uhr in Stuttgart an. Dort warteten schon unsere Wanderführer Gerhard Lang und Franz Häring sogar mit leckeren Lindt-Osterhasen.

 

Nachdem es in Stuttgart viel zu entdecken gibt, fuhren wir dieses Jahr mit der S-Bahn in den äußeren Stadtbezirk zum Universitätsgelände Vaihingen. Es war für uns Laien interessant einen Teil der Studentenwohnheime und Fakultäten zu sehen, die erst 1970 bis 1990 entstanden sind. An diesem Ostermontagmorgen herrschte auf dem Uni-Gelände eine herrliche Ruhe und wir waren auch mit wenigen Schritten bereits im Erholungsgebiet Pfaffenwald. Auf schönen Waldwegen wanderten wir durch den hellgrünen und interessanten Buchen-Bannwald bis zu den Seen Neuer See, Pfaffensee und Bärensee. Vor ca. 500 Jahren wurden diese Seen künstlich angelegt, weil sie damals zur Wasserversorgung für die Stuttgarter benötigt wurden. Heute ist unsere Landeshauptstadt auch an die Bodenseewasserversorgung angeschlossen. Da Gerhard und Franz immer wieder auf die Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt aufmerksam machen wollen, machten wir beim Bärenschlössle, einem ehemaligen fürstlichen Jagdschlösschen direkt über dem Bärensee unseren ersten längeren Halt. Hier ist auch für viele Spaziergänger genügend Platz. Und nur 3 km weiter kamen wir durch eine schöne Kastanienallee zum bekannten Schloss Solitude. Herzog Carl Eugen von Württemberg hatte sich auch hier ein Jagd- und Lustschloss gegönnt mit herrlicher Aussicht ins württembergische Unterland Richtung Ludwigsburg. Er ließ sich damals sogar eine Verbindungsachse zum Residenzschloss in Ludwigsburg bauen. Diese 13 km lange exakte Gerade ist noch fast vollständig erhalten und begehbar. Es war sehr schade, dass montags das Schloss Solitude und das auf diesem Gelände befindliche Fritz von Graevenitz-Museum geschlossen sind; eine Besichtigung wäre interessant und für uns zeitlich gut möglich gewesen. Wir staunten aber auch darüber, als wir von Gerhard Lang erfuhren, dass die Familie unseres früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in den angrenzenden Schlossanlagen wohnte und auch hier begraben ist. Mit dem Linienbus fuhren wir wieder bequem in die Stadt bis zum Birkenkopf. Dieses Jahr ließen wir dann den Trümmerberg Scherbelino buchstäblich links liegen und wanderten weiter bis zur Hasenbergsteige. Über einen Park mit Skulpturen des bekannten Stuttgarter Künstlers Herbert Hajek erreichten wir wieder einen guten  Aussichtspunkt. Von hier sahen wir den Stuttgarter Westen, auch den Bismarckturm mit Killesberg und die Stadtmitte mit Hauptbahnhof, Stiftskirche, Rathaus und sogar das bekannte Katharinenhospital entdeckten wir. Um noch zum nächsten Aussichtspunkt Karlshöhe zu kommen, mussten wir nur  noch einen kurzen steilen Anstieg unter anderem mit den Stuttgarter Stäffele (Stufen) bewältigen. Dafür hatten wir noch einmal einen herrlichen  Blick auf die Innenstadt, ins Gerberviertel und zum Fernsehturm. Am Schluss wanderten wir noch durch die Stadt bis zum Rotebühlplatz und von dort erreichten wir bequem mit der S-Bahn unser beliebtes Lokal am Max-Eyth-See. Hier wurden wir bei angenehmen Temperaturen auf der Terrasse wieder gut und schnell bedient. Auch dieses Jahr durften wir mit unseren Freunden Gerhard Lang und Franz Häring fernab aller Hektik Stuttgart zu Fuß (14 km) kennenlernen. Es ist grandios, wie unsere Wanderroute seniorengerecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Euch beiden ausgearbeitet und dazu noch schönes Wetter bestellt und geliefert wurde. Herzlichen Dank für diese Entdeckungstour. Im Geheimen freuen wir uns schon heute darauf, wenn wir nächstes Jahr wieder kommen dürfen.

 

Bericht HW1 Etappe7   07.04.2019

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Monika Böning schreibt: Am Sonntagmorgen war Auftakt zur nächsten Etappe des HW 1 des Schwäbischen Albvereins. 19 gut gelaunte Gosheimer kamen wie Sardinen in der Büchse in vier Autos gepackt pünktlich auf halb 10 zum Treffpunkt am Schloss Lichtenstein, wo wir den Transferbetrieb für den Abend vereinbart hatten.

 

Franziska konnte noch auf die Schnelle die verdiente Einkehr für den Mittag in der Schlossschenke bestätigen lassen, es war reserviert, wir konnten starten.

 

Zurück am Roßberg (869 m) und endlich in Freiheit stiefelten wir los und liefen über das Rossfeld, den sogenannten Sporn am Trauf der schwäbischen Alb, in Richtung Rinderberg nach Genkingen, ein Teilort der Gemeinde Sonnenbühl.

 

Die Rossfeldwiesen ließen uns schon erahnen, welche Pracht hier im Frühsommer an Orchideen und anderen schönen Pflänzchen zu erwarten ist. Der Frühling hatte überall schon seine Zeichen gesetzt und rechts und links vom Wegesrand waren viele bunte Blumenteppiche zu sehen. Das Gestein der Region ist Weißer Jura und landschaftlich ist die Region von Trockentälern, Dolinen und Höhlen geprägt.

 

Gegen halb 12 erreichten wir, bei wohligem Sonnenschein, bereits die bekannteste aller Höhlen, die Nebelhöhle. Hier trafen wir erstmals auf die Spuren von Wilhelm Hauff, der diese Region im wahrsten Sinn märchenhaft beschrieben hat. Nach seinem Roman Lichtenstein, wurde Herzog Wilhelm von Urach inspiriert das Gebiet um das heutige Schloss Lichtenstein zu erwerben und dies nach dem Vorbild des Romans hoch über dem Echaztal errichten zu lassen. So wurde auch die Höhle, einstmals im Jahr 1486 als Nebelloch erwähnt, bekannt. Die Höhle ist eine Tropfsteinhöhle aus typischem Karstgestein und mit beeindruckenden Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagnaten, deshalb auch heute touristischer Anziehungspunkt mit vielen Attraktionen. Sie ist die älteste, längste und schönste Schauhöhle der schwäbischen Alb.

 

Wir ließen uns das Vesper schmecken und liefen nach der Mittagspause einen Abstecher zum Naturschutzgebiet Won, um einen ersten großartigen Blick zum Lichtenstein und in das Albvorland zu bekommen. Gegenüberliegend sahen wir bereits den Gießstein, das nächste Ziel auf unserem Weg zum Schloss. Eine weitere Gruppe erfüllte den Aussichtspunkt mit Gesang und auch die Gosheimer zückten ihre Notenblätter und stimmten mit ein. Weiter auf dem schönen Weg sollten wir den Erbsenberg erreichen, was kurzfristig zu Irritationen führte, ist er doch bekannt als Stadion des VfR Kaiserslautern und im Fußballroman  „Teufelsangst vorm Erbsenberg „ bekannt. Über die Hülsenfrucht rätselnd, stellte sich unser Erbsenberg als Linsenbühl raus, ein weiterer großartiger Aussichtspunkt. Der Name steht tatsächlich im Zusammenhang mit der auf der schwäbischen Alb angebauten ‚Alblaisa‘, die seit 2001 wieder kultiviert wird.

 

Vom Gießstein ging es weiter zum Alten Forsthaus und zum Schloss, mit Rundgang durch den Park bis zum Wilhelm Hauff Denkmal und einem grandiosen Blick auf Unter- und Oberhausen sowie Honau den Traifelberg und Holzelfingen. Die geologische Pyramide, die die verschiedenen Gesteine veranschaulichen sollte, war noch abgedeckt, aber ohne Laub auf den Bäumen konnten wir an den umliegenden Felsformationen auch so erahnen auf welchen Gesteinsformationen wir standen.

 

Zum Abschluss kehrten wir in der Schlossschenke ein, ließen es uns schmecken und traten den Rückweg an. Ein wunderbarer Wandertag nahm sein Ende und eine herrliche Etappe liegt hinter uns!

 

Bericht zur Wanderung vom Sonntag, 24. März 2019

 

Sabine Engl schreibt: Wahrlich ein „Spaziergang in der Märzensonne“, das passte gestern sehr gut zu unserer Wanderung in und um Denkingen. Die 14 Wanderfreunde hatten sich auf eine gemütliche Tour ohne nennenswerte Anstrengungen eingestellt. In Fahrgemeinschaften ging es nach Denkingen. Dort parkten wir in der Nähe des Bauhofes und begannen unsere Rundwanderung mit einer Besichtigung des Denkinger Industriegebietes, das nicht nur viele kleine und mittlere Industrieunternehmen, sondern auch Privatgebäude, teilweise mit Tierhaltung, beherbergt, ein interessantes Mischgebiet. Nicht lange, dann verließen wir den Ort und waren auf dem freien Feld. Der Blick zurück Richtung Gosheim zeigte wie weit sich der Ort auf der Hochfläche schon ausgebreitet hat, eine stattliche Gemeinde. Aber wir sahen auch das Panorama vom Dreifaltigkeitsberg über das Primtal, den Zundelberg, den Hohenkarpfen bis zum Lupfen. Wanderführer Andreas Mauch konnte uns all die Örtchen und Gehöfte benennen, die wir auf unserem Weg sehen konnten. Die Sonne strahlte und der Himmel war leuchtend blau, Vögel waren am Himmel unterwegs und die ersten Frühlingsboten blühen schon. So langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Am Tiefental entlang, den Wettbach zur Linken und dann querfeldein kamen wir an den Angelsee der Angelfreunde Trossingen. Ein herrlich gelegener Fischweiher in absoluter Abgeschiedenheit. Nach einem kurzen Anstieg sahen wir von der Anhöhe aus das Örtchen Frittlingen. Dieses ließen wir links liegen und wanderten fröhlich zurück zu unserem Ausgangpunkt. Uns wurde wieder einmal mehr bewusst, in welch schöner Gegend wir hier leben. Dankbar für diesen schönen Nachmittag in der Natur machten wir uns auf den Heimweg.

 

Bericht zur Wanderung am 10. März 2019

 

 

Fünf Unentwegte trafen sich, trotz der wenig einladenden Witterung am Sonntagmittag, um 13:30 Uhr am Vereinsheim. Da die Witterung immer noch unbeständig war, machten sie eine kürzere Wanderung vom Vereinshaus Richtung „Morgen“ und „Sturmbühl“. Im Bereich des „Sturmbühls“ machte das Wetter diesem Flurnamen alle Ehre, denn es setzte ein Regenschauer ein, der alle Mitwanderer in kurzer Zeit völlig durchnässte. Dessen ungeachtet war es interessant in nächster Nähe ein schmiedeeisernes Grabkreuz an einem schönen Platz, mit herrlichem Blick auf Gosheim zu finden, das vorher nur einem der Mitwanderer bekannt war

Bericht von der Dreikönigswanderung

am 06. Januar 2019

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Sabine Engl schreibt: „Geh ich, oder geh ich nicht?!“, das dachten am Dreikönigstag bestimmt einige, als sie am Vormittag aus dem Fenster blickten und überlegten, ob sie der Einladung des Schwäbischen Albvereins der OG Gosheim folgen sollten. Viele haben sich dann wohl doch wegen dem wenig einladenden Wetter dagegen entschieden, so dass es ein kleiner Haufen von fünf winterharten Wanderkollegen war, die Hubert auf den Dreifaltigkeitsberg führen durfte. Nachdem wir in Böttingen aus unseren Autos stiegen, wurden wir gleich von einem kalten Wind mit Schneeverwehungen begrüßt. Da war dick einpacken angesagt. Interessant war es den SpeedFlyern zuzuschauen. Mit Ski und Gleitschirm ausgestattet, schwebten sie über die geschlossene Schneedecke. Nachdem wir endlich den Wald erreichten, waren wir vor den Windböen geschützt und es war angenehm in der schönen Winterlandschaft unterwegs zu sein. Mühsam mussten wir durch den tiefen Schnee waten, aber alle freute es, dass es diesen Winter doch noch Schnee für uns gab.

 

Angekommen auf dem Dreifaltigkeitsberg, stärkten wir uns und pflegten die Kontakte zu den anderen umliegenden Ortsgruppen. Das offizielle Programm eröffnete Stefan Schrode der 1. Vorsitzende der OG Spaichingen. Er freute sich über die Besucher, bemerkte aber auch, dass wegen dem schlechten Wetter der Saal nicht so gut gefüllt war, wie die Jahre zuvor. Die Sternsinger der Gergoriank-Schola Spaichingen sangen mehrstimmig und stimmgewaltig über Christi Geburt und den Frieden, um dann wie alle anderen Sternsinger auch für das diesjährige Sternsingerprojekt Geld zu sammeln. Pater Alfons sinnierte über einen Leitsatz von Leonardo da Vinci „Binde deinen Karren an einen Stern“. So kann es sein, dass dieser Karren als Synonym steht für alles, was zu tun ist, was uns in diesem neuen Jahr an Herausforderungen oder Verpflichtungen erwartet. Und der Stern, soll uns Orientierung geben, ein Wegweiser sein. Verbinde die Aufgabe mit einem Ziel und vergiss den Christlichen Glauben nicht im Rucksack der Lebenswanderung. In der Ansprache von Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher ging es um den Wunsch Tradition und Moderne in Einklang zu bringen. Tadelnde Worte gab es für die Auswirkungen des Abgasskandals auf die lokale Wirtschaft. Jedoch ist unverkennbar, dass wir den Klimawandel bekämpfen müssen um die Erde bewohnbar zu erhalten. Ganz klar steht fest „Die Erde braucht uns nicht“ und wir sind nur „Gast“ auf diesem Planeten. Der Gauvorsitzende Klaus Butschle erfreute unser Gemüt mit zwei heiteren Beiträgen. Um dann noch den Albverein als behäbigen Dampfer zu bezeichnen, der sich immer auch dem Wandel der Zeit anpassen muss. So gibt es viele ältere Mitglieder, aber die jungen aktiven Leute, die kommen so langsam nach, so dass unser Schiff immer weiter fahren kann. Rückblickend war er dankbar für das vergangene Vereinsjahr und wünscht allen Ortsgruppen gutes Gelingen bei der Arbeit im neuen Jahr. Mit diesen guten Wünschen hat unsere kleine Gruppe den Heimweg angetreten. Nachdem der stürmische Wind nachgelassen hatte, war es noch ein schöner Marsch durch die herrliche Winterlandschaft Richtung Heimat und in ein hoffentlich schönes und erfolgreiches Wanderjahr 2019 hinein.