Wanderberichte Aktive 2019

Bericht HW1 Etappe7   07.04.2019

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Monika Böning schreibt: Am Sonntagmorgen war Auftakt zur nächsten Etappe des HW 1 des Schwäbischen Albvereins. 19 gut gelaunte Gosheimer kamen wie Sardinen in der Büchse in vier Autos gepackt pünktlich auf halb 10 zum Treffpunkt am Schloss Lichtenstein, wo wir den Transferbetrieb für den Abend vereinbart hatten.

 

Franziska konnte noch auf die Schnelle die verdiente Einkehr für den Mittag in der Schlossschenke bestätigen lassen, es war reserviert, wir konnten starten.

 

Zurück am Roßberg (869 m) und endlich in Freiheit stiefelten wir los und liefen über das Rossfeld, den sogenannten Sporn am Trauf der schwäbischen Alb, in Richtung Rinderberg nach Genkingen, ein Teilort der Gemeinde Sonnenbühl.

 

Die Rossfeldwiesen ließen uns schon erahnen, welche Pracht hier im Frühsommer an Orchideen und anderen schönen Pflänzchen zu erwarten ist. Der Frühling hatte überall schon seine Zeichen gesetzt und rechts und links vom Wegesrand waren viele bunte Blumenteppiche zu sehen. Das Gestein der Region ist Weißer Jura und landschaftlich ist die Region von Trockentälern, Dolinen und Höhlen geprägt.

 

Gegen halb 12 erreichten wir, bei wohligem Sonnenschein, bereits die bekannteste aller Höhlen, die Nebelhöhle. Hier trafen wir erstmals auf die Spuren von Wilhelm Hauff, der diese Region im wahrsten Sinn märchenhaft beschrieben hat. Nach seinem Roman Lichtenstein, wurde Herzog Wilhelm von Urach inspiriert das Gebiet um das heutige Schloss Lichtenstein zu erwerben und dies nach dem Vorbild des Romans hoch über dem Echaztal errichten zu lassen. So wurde auch die Höhle, einstmals im Jahr 1486 als Nebelloch erwähnt, bekannt. Die Höhle ist eine Tropfsteinhöhle aus typischem Karstgestein und mit beeindruckenden Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagnaten, deshalb auch heute touristischer Anziehungspunkt mit vielen Attraktionen. Sie ist die älteste, längste und schönste Schauhöhle der schwäbischen Alb.

 

Wir ließen uns das Vesper schmecken und liefen nach der Mittagspause einen Abstecher zum Naturschutzgebiet Won, um einen ersten großartigen Blick zum Lichtenstein und in das Albvorland zu bekommen. Gegenüberliegend sahen wir bereits den Gießstein, das nächste Ziel auf unserem Weg zum Schloss. Eine weitere Gruppe erfüllte den Aussichtspunkt mit Gesang und auch die Gosheimer zückten ihre Notenblätter und stimmten mit ein. Weiter auf dem schönen Weg sollten wir den Erbsenberg erreichen, was kurzfristig zu Irritationen führte, ist er doch bekannt als Stadion des VfR Kaiserslautern und im Fußballroman  „Teufelsangst vorm Erbsenberg „ bekannt. Über die Hülsenfrucht rätselnd, stellte sich unser Erbsenberg als Linsenbühl raus, ein weiterer großartiger Aussichtspunkt. Der Name steht tatsächlich im Zusammenhang mit der auf der schwäbischen Alb angebauten ‚Alblaisa‘, die seit 2001 wieder kultiviert wird.

 

Vom Gießstein ging es weiter zum Alten Forsthaus und zum Schloss, mit Rundgang durch den Park bis zum Wilhelm Hauff Denkmal und einem grandiosen Blick auf Unter- und Oberhausen sowie Honau den Traifelberg und Holzelfingen. Die geologische Pyramide, die die verschiedenen Gesteine veranschaulichen sollte, war noch abgedeckt, aber ohne Laub auf den Bäumen konnten wir an den umliegenden Felsformationen auch so erahnen auf welchen Gesteinsformationen wir standen.

 

Zum Abschluss kehrten wir in der Schlossschenke ein, ließen es uns schmecken und traten den Rückweg an. Ein wunderbarer Wandertag nahm sein Ende und eine herrliche Etappe liegt hinter uns!

 

Bericht zur Wanderung vom Sonntag, 24. März 2019

 

Sabine Engl schreibt: Wahrlich ein „Spaziergang in der Märzensonne“, das passte gestern sehr gut zu unserer Wanderung in und um Denkingen. Die 14 Wanderfreunde hatten sich auf eine gemütliche Tour ohne nennenswerte Anstrengungen eingestellt. In Fahrgemeinschaften ging es nach Denkingen. Dort parkten wir in der Nähe des Bauhofes und begannen unsere Rundwanderung mit einer Besichtigung des Denkinger Industriegebietes, das nicht nur viele kleine und mittlere Industrieunternehmen, sondern auch Privatgebäude, teilweise mit Tierhaltung, beherbergt, ein interessantes Mischgebiet. Nicht lange, dann verließen wir den Ort und waren auf dem freien Feld. Der Blick zurück Richtung Gosheim zeigte wie weit sich der Ort auf der Hochfläche schon ausgebreitet hat, eine stattliche Gemeinde. Aber wir sahen auch das Panorama vom Dreifaltigkeitsberg über das Primtal, den Zundelberg, den Hohenkarpfen bis zum Lupfen. Wanderführer Andreas Mauch konnte uns all die Örtchen und Gehöfte benennen, die wir auf unserem Weg sehen konnten. Die Sonne strahlte und der Himmel war leuchtend blau, Vögel waren am Himmel unterwegs und die ersten Frühlingsboten blühen schon. So langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Am Tiefental entlang, den Wettbach zur Linken und dann querfeldein kamen wir an den Angelsee der Angelfreunde Trossingen. Ein herrlich gelegener Fischweiher in absoluter Abgeschiedenheit. Nach einem kurzen Anstieg sahen wir von der Anhöhe aus das Örtchen Frittlingen. Dieses ließen wir links liegen und wanderten fröhlich zurück zu unserem Ausgangpunkt. Uns wurde wieder einmal mehr bewusst, in welch schöner Gegend wir hier leben. Dankbar für diesen schönen Nachmittag in der Natur machten wir uns auf den Heimweg.

 

Bericht zur Wanderung am 10. März 2019

 

 

Fünf Unentwegte trafen sich, trotz der wenig einladenden Witterung am Sonntagmittag, um 13:30 Uhr am Vereinsheim. Da die Witterung immer noch unbeständig war, machten sie eine kürzere Wanderung vom Vereinshaus Richtung „Morgen“ und „Sturmbühl“. Im Bereich des „Sturmbühls“ machte das Wetter diesem Flurnamen alle Ehre, denn es setzte ein Regenschauer ein, der alle Mitwanderer in kurzer Zeit völlig durchnässte. Dessen ungeachtet war es interessant in nächster Nähe ein schmiedeeisernes Grabkreuz an einem schönen Platz, mit herrlichem Blick auf Gosheim zu finden, das vorher nur einem der Mitwanderer bekannt war

Bericht von der Dreikönigswanderung

am 06. Januar 2019

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Sabine Engl schreibt: „Geh ich, oder geh ich nicht?!“, das dachten am Dreikönigstag bestimmt einige, als sie am Vormittag aus dem Fenster blickten und überlegten, ob sie der Einladung des Schwäbischen Albvereins der OG Gosheim folgen sollten. Viele haben sich dann wohl doch wegen dem wenig einladenden Wetter dagegen entschieden, so dass es ein kleiner Haufen von fünf winterharten Wanderkollegen war, die Hubert auf den Dreifaltigkeitsberg führen durfte. Nachdem wir in Böttingen aus unseren Autos stiegen, wurden wir gleich von einem kalten Wind mit Schneeverwehungen begrüßt. Da war dick einpacken angesagt. Interessant war es den SpeedFlyern zuzuschauen. Mit Ski und Gleitschirm ausgestattet, schwebten sie über die geschlossene Schneedecke. Nachdem wir endlich den Wald erreichten, waren wir vor den Windböen geschützt und es war angenehm in der schönen Winterlandschaft unterwegs zu sein. Mühsam mussten wir durch den tiefen Schnee waten, aber alle freute es, dass es diesen Winter doch noch Schnee für uns gab.

 

Angekommen auf dem Dreifaltigkeitsberg, stärkten wir uns und pflegten die Kontakte zu den anderen umliegenden Ortsgruppen. Das offizielle Programm eröffnete Stefan Schrode der 1. Vorsitzende der OG Spaichingen. Er freute sich über die Besucher, bemerkte aber auch, dass wegen dem schlechten Wetter der Saal nicht so gut gefüllt war, wie die Jahre zuvor. Die Sternsinger der Gergoriank-Schola Spaichingen sangen mehrstimmig und stimmgewaltig über Christi Geburt und den Frieden, um dann wie alle anderen Sternsinger auch für das diesjährige Sternsingerprojekt Geld zu sammeln. Pater Alfons sinnierte über einen Leitsatz von Leonardo da Vinci „Binde deinen Karren an einen Stern“. So kann es sein, dass dieser Karren als Synonym steht für alles, was zu tun ist, was uns in diesem neuen Jahr an Herausforderungen oder Verpflichtungen erwartet. Und der Stern, soll uns Orientierung geben, ein Wegweiser sein. Verbinde die Aufgabe mit einem Ziel und vergiss den Christlichen Glauben nicht im Rucksack der Lebenswanderung. In der Ansprache von Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher ging es um den Wunsch Tradition und Moderne in Einklang zu bringen. Tadelnde Worte gab es für die Auswirkungen des Abgasskandals auf die lokale Wirtschaft. Jedoch ist unverkennbar, dass wir den Klimawandel bekämpfen müssen um die Erde bewohnbar zu erhalten. Ganz klar steht fest „Die Erde braucht uns nicht“ und wir sind nur „Gast“ auf diesem Planeten. Der Gauvorsitzende Klaus Butschle erfreute unser Gemüt mit zwei heiteren Beiträgen. Um dann noch den Albverein als behäbigen Dampfer zu bezeichnen, der sich immer auch dem Wandel der Zeit anpassen muss. So gibt es viele ältere Mitglieder, aber die jungen aktiven Leute, die kommen so langsam nach, so dass unser Schiff immer weiter fahren kann. Rückblickend war er dankbar für das vergangene Vereinsjahr und wünscht allen Ortsgruppen gutes Gelingen bei der Arbeit im neuen Jahr. Mit diesen guten Wünschen hat unsere kleine Gruppe den Heimweg angetreten. Nachdem der stürmische Wind nachgelassen hatte, war es noch ein schöner Marsch durch die herrliche Winterlandschaft Richtung Heimat und in ein hoffentlich schönes und erfolgreiches Wanderjahr 2019 hinein.