Wanderungen  zum Nachwandern in Coronazeit

 

Wandertipp im Schwarzwald

Bei herrlichem Frühlingswetter starteten wir unsere Wandertour in Schramberg.
Auf den Spuren des Burgenpfades ging es zuerst ein Stück durch die Altstadt ehe wir auf dem Premiumwanderweg den Anstieg zur Burgruine Hohenschramberg begannen. Auf einem Aussichtpunkt konnten wir einen Blick über Schramberg genießen um dann den Aufstieg fortzusetzen. Vorbei an informativen Schautafeln, einer beeindruckenden Felsformation (Felsenmeer genannt) sowie einer Felswand, an der noch lange Eiszapfen der Frühlingssonne trotzten, erreichten wir die Burgruine. Nach ausgiebiger Erkundung der Burganlage führte uns der Weg zuerst bergab zu den Lauterbacher Wasserfällen, ehe der nächste Anstieg zur Burgruine Falkenstein auf uns wartete. Die Burg fest im Blick rasteten wir an einem weiteren Aussichtspunkt. Frisch gestärkt erreichten wir über einen Serpentinenweg die Burg Falkenstein und wurden mit einer herrlichen Aussicht über das kleine Schwarzwaldtal belohnt.
Über einen schmalen Felsenpfad absteigend, vorbei an der kleinen Burgruine Falkenstein und entlang des Schiltachufers, ging es weiter zur Falkensteiner Kapelle hinauf. Durch den teils märchenhaft anmutigen Wald, mit seinen mit Moos bewachsenen Ästen und dem weichen, mit Moosen und Farnen bewachsenen Waldboden, ging es über den Tischnecker Berg zum höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Schlangenbühl. Über den Sommerberg führte der Weg zum Aussichtspunkt Junghansbänkle mit Dreiburgenblick, der aber leider aufgrund der Wegbeschaffenheit unzugänglich war. So ging es weiter über einen breiten Waldweg, bei dem wir durch die Bäume immer wieder einen Blick auf die gegenüberliegende Burg Hohenschramberg werfen konnten. Am Waldrand führte uns ein Serpentinenweg wieder hinab nach Schramberg. Nach fünfstündiger Wanderung und etlichen Höhenmetern hatten wir nun doch etwas müde Beine, was unsere Begeisterung für diese Wandertour nicht schmälern konnte.

Der heutige Wandervorschlag wurde uns von Petra und Thomas Weber zugeschickt. DANKE! Wir freuen uns darüber und laden alle zum Nachwandern ein.

 

 

Wanderung auf den Lupfen

Der Lupfen, auch Hohenlupfen genannt, mit seinen 977 m ü NN ist der höchste Berg in der Baar und wird darum auch „König der Baar“ genannt.

 

Unsere Wanderung starteten wir an der Festhalle in Talheim und folgten der Beschilderung Richtung Durchhausen.
An der schönen Lupfenkapelle vorbei, wanderten wir am Waldrand entlang, bis es dann rechts in den Wald ging. Ab hier führt der Weg stetig bergauf.
Am Lupfen-Festplatz mit Hütte und Grillstelle angekommen machten wir eine kurze Pause, denn jetzt geht es in Serpentinen steil bergauf zum hölzernen Lupfenturm.
Der Turm, der vom Schwäbischen Albverein erbaut wurde, hat noch einmal 22,5 Meter und es bietet sich oben angekommen eine grandiose Rundumsicht.

 

Man sieht die Gipfel des Schwarzwaldes, der Alb und über Rottweil mit seinem Testturm bis ins Neckartal. Bei klarer Sicht sind die Alpen zum Greifen nahe. Bei uns war die Sicht durch den Saharastaub leicht getrübt.

 

Im Turm erfährt man auch noch mehr zur Geschichte der Burg Hohenlupfen, die 1416 zerstört wurde.

 

Der Rundweg führte uns noch am Lupfenbrunnen vorbei zurück zur Festhalle in Talheim.

 

Mit 7,7 km war es eine wirklich tolle Wanderung. Corinna und Christoph Götz

 

 

Närrischer Spaziergang durch Gosheims Straßen

 

Diese Woche bleiben wir innerorts. Wir schlendern gemütlich die Haupt- und Heubergstraße auf und ab und machen nach Herzenslust  Abstecher in die Seitenstraßen.  Schön, wie uns aus den vielen Fenstern große und kleine Hexen und Gausnarren fröhlich und ausgelassen entgegen winken. In  Gedanken lassen wir sie alle zum Leben erwachen und unter den Klängen des Musikvereins durch die Straßen jucken.

 

 Zum Schluss „unseres Umzuges“  kaufen wir noch in der Krone eine Portion  „Kuttle dahoim“  mit Brot oder Bratkartoffeln und als Nachtisch einen Berliner vom Hartwig. Beides lassen wir uns dann in unserer guten Stube schmecken. So geht die Gausemer Fasnet auch dieses Jahr nicht spurlos an uns vorbei. Wir wünschen  viel Freude bei diesem närrischen Spaziergang und grüßen alle mit einem dreifachen „GAUS-NARRO“.

 

Gott sei Dank:   I  bi än  Gausemer und mir gots guat!

 

 

Aufs Klippeneck – mal auf anderen Wegen

 

Wir starten beim ehemaligen Festplatz im Schönblickweg.  Es geht durchs Autunnel durch und auf dem Radweg entlang  bis zum Schützenhaus in Denkingen . Dieses lassen wir rechter Hand liegen, bei der schönen Nothelferkapelle halten wir kurz inne, bevor es etwas steiler den Stationenweg hinauf geht; am Katzenbrunnen angekommen, hören  wir das Plätschern der Quelle.  Nach dem Tauwetter fließt da ganz schön viel Wasser über das hölzerne Leitungssystem. Weiter bergauf durch einen herrlichen Wald  erreichen wir den uns bisher unbekannten Hangenden Stein. Ein kurzes Stück noch und schon sind wir am Rastplatz beim Flugfeld. Dort packen wir unser Rucksackvesper aus und genießen neben dem Vespern die schöne Aussicht . Wir wandern am  Hotel Klippeneck vorbei und bleiben auf der Straße, bis wir wieder auf den Schotterweg kommen. Dort nehmen wir aber nicht den obligatorischen Randweg, sondern wählen den linken  unscheinbaren  Weg, der uns etwas steil bergab in den Wald führt. Diesem folgen wir, am ehemaligen Steinbruch vorbei, durch das  Gewann Kehlen hindurch bis wir wieder beim Ortsausgang in der Steig aus dem Wald kommen. Jetzt geht’s durch das Gosheimer Wohngebiet und nach guten

3 Stunden und 12 km erreichen wir unseren Ausgangspunkt.

 

Tiefschneewandern - echt cool!

 

Samstagmorgen, halb zehn in Deutschland. Treffpunkt Parkplatz Hütte am Turm in Deilingen. Es liegt Schnee, überall wo man hinschaut und heute Nacht sind nochmal

 

30 cm Neuschnee dazu gekommen. Um diese Zeit sind die Wanderwege noch zugeschneit und es ist alles unberührt. Nur an der Hütte herrscht schon reges Treiben, der Weg zur Hütte wird frei gemacht und aus dem Kamin steigt Rauch auf. Heute hat die Hütte für Wanderer und Langläufer wieder mit dem To Go-Angebot geöffnet. Wir starten im frischen Schnee und gehen auf dem Fahrweg am Turm vorbei. Nach ca. 200 m geht es an einer unscheinbaren Weggabelung rechts weg Richtung Albrechtshütte. Ein Schild weist darauf hin. Jetzt sind wir im richtigen Tiefschnee angekommen. Nach einer Senke geht es etwas bergauf einen unberührten Waldweg entlang. Die Bäume hängen voller Schnee und es ist eine Erholung für Seele und Geist mit einer Freundin in dieser herrlichen Schneelandschaft unterwegs zu sein. Der Weg wird immer wieder von unterschiedlichen Tierspuren gekreuzt. Man kann nur erahnen, was es war, wo sie hin sind und wo sie hergekommen sind. Spannend! Wir halten uns an der nächsten Gabelung wieder rechts und gelangen nach ca. 3,5 km an die Albrechtshütte. Alles ist in eine unberührte Schneedecke gehüllt. Zurzeit ist es sicher nicht möglich mit dem Auto hier her zu kommen. Der Schnee liegt überall mindestens einen halben Meter hoch. So stehen auch wir zeitweise bis zu den Knien im Schnee. Anstrengend ist es manchmal sich den Weg durch den Tiefschnee zu bahnen. Aber es macht auch genau so viel Spaß. Nach einer kleinen Verschnaufpause an der Hütte könnten wir den gleichen Weg wieder zurück gehen, da gibt es jetzt ja schon unsere Spuren. Aber wir entscheiden uns anders und gehen auf einem anderen Weg zurück. Ein kurzes Stück den Fahrweg entlang, gehen wir wieder rechts weg. Da geht es einen schmalen Pfad hinab. Unten kommen wir dann in der zweiten Kurve von oben wieder auf den Fahrweg. Eine Abkürzung, die ich im Sommer auch mal nutzen werde. Nur wenige hundert Meter folgen wir dem Fahrweg, bevor wir die nächste Gelegenheit nutzen und wieder rechts abbiegen. Der Weg geht nun bergauf und es liegt auch mal ein Baum über dem Weg, also auch klettern ist angesagt. Nach geraumer Zeit kommen wir auf einen neuen Weg. Wir biegen rechts ab. Hier ist wohl vor dem letzen Schnee mal ein Traktor oder ähnliches gefahren. Wir nutzen die Spuren.

 

An diesem Weg gibt es einige Hochsitze von Jägern, auch das Plätschern eines kleinen Baches ist zu hören und manchmal sieht man ihn auch, den Steppbach, der sich unweit des Weges entlang schlängelt. Der letzte Teil des Weges ist nochmal eine echte Herausforderung, denn der Schnee ist tief und es geht auch noch bergauf. Aber das ist die Challenge beim Tiefschneewandern. Einfach ist es nicht. Auch der Rückweg von der Albrechtshütte sind ca. 3,5 km und so erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, die Hütte am Turm. Nach unserer Rückkehr haben wir uns noch ein Stück leckeren Kuchen von der Hütte geholt. Mit der nötigen Entfernung zur Hütte genießen wir den Kuchen und den wunderschönen Blick in das weite Land. Ein herrlicher Wintertag, wie er schöner nicht sein könnte.

 

Vater  und Tochter  on Tour - Eine Schneeschuhtour rund um den Deilinger Turm

 

Samstag 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und bestimmt 30 cm Neuschnee machten wir eine schöne Tour. Die verschneiten Wälder und Sträucher, wie sie in der Sonne glitzerten-  einfach traumhaft. Wir starteten am Wanderparkplatz bei der Deilinger Kapelle.

 

Querfeldein ging es als Erstes zum Ortenberg, ein sehr schöner Aussichtspunkt.

Weiter über den Bol (einer der 10 Tausender) bis zur Hütte am Turm, die hatte geöffne es gab Essen und Trinken To go, nicht schlecht. Wir verköstigten uns mit Bratwurst und Tee. Auf dem Rückweg ging es  knapp am Montschenloch (noch einer der 10 Tausender)  vorbei bis zum Startpunkt Deilinger Kapelle. Wir sind in 2 ½ Stunden 5 km gelaufen.

 

Es war ein super Samstag. Die Tour ist auch ohne Schnee zu empfehlen.

 

So ein herrlicher Tag – strahlend blauer Himmel, schneebedeckte Wiesen und weiße Tannen - beste Voraussetzungen für einen schönen Wandertag. Nur schade, dass wir derzeit nicht alle zusammen auf Tour gehen können. So machen wir uns heute gezwungener Maßen nur zu zweit auf den Weg und treffen uns wie gewohnt am Vereinshaus. Von dort laufen wir die Steig hoch, bis wir zum Bildstöckle am Ortsausgang Richtung Böttingen kommen und tauchen links in den märchenhaften Winterwald ein - wunderbar, wie die verschneiten Tannen aussehen. Wir folgen dem Tannweg  bis wir zum Wegweiser „zur Quirinskapelle“ kommen.  Jetzt geht es ganz schön bergauf, das sogenannte Knieschnäpperle hat nicht umsonst seinen Namen. Oben angekommen gibt es eine kurze Verschnaufpause  bei der Bank. Weiter geht’s geradeaus auf dem schmalen Fußpfad am Waldrand entlang. Gerne schauen wir  den vielen Langläufern zu, mit welcher Leichtigkeit sie über die schön gespurte Loipe gleiten. Wir überqueren die Straße und sind schon bald bei der Quirinskapelle.  Ein kurzes Glockenläuten muss natürlich sein. Wir überqueren die Straße und folgen den Spuren im Schnee,  laufen über die Freifläche und vor dem Flugfeld biegen wir rechts ab. Unglaublich wie weit wir in die Ferne sehen vom Hummelsberg aus. Schnell verschwinden wir im weißen Winterwald, immer am Albtrauf entlang, bis wir das Weiße Kreuz erreichen. Dort halten wir  inne und genießen die tolle Aussicht. Wir überqueren die Straße, gehen am Waldrand entlang und nehmen  auf dem 50er-Bänkle Platz  und schauen nochmals ins weite Tal. Runter geht es übers Nackwegle, am Bildstöckle  vorbei und nach guten 10 km und circa 2,5 Stunden kommen wir wieder am Vereinshaus an. Glücklich und zufrieden gehen wir wieder heim. Wir erlebten einen wunderbaren  Tag in der Natur, ohne lange Anfahrt und Stau und ohne Menschenmassen. Welch ein Glück  hier leben zu dürfen.

In Corona ist Manches verboten – aber uns ist noch Vieles geboten!

 

Frei zu sein ist schön. Aber die Freiheit fordert auch Entscheidungen. Geh ich jetzt vorne rum oder gehe hinten rum auf den Lemberg? Was ist denn vorne rum, was ist denn hinten rum. So haben wir uns oft gefragt, wenn wir zur Hockete auf den Lemberg gingen. Keiner kann‘s mir jetzt sagen, ich bin ja solo. In Gruppe wie vorher geht’s ja nicht – Corona.

 

Der Entscheidung geh ich aus dem Weg, ich nehme den Emil-Koch-Weg.

 

Oben angekommen fiel mir der Spruch unseres Ehrenmitgliedes ein: „Wenn es bergauf geht, weiß ich, dass es mit mir bergab geht“. Aber das konnte mich nicht aufhalten, sofort auch noch den Lembergturm zu besteigen. Aufhalten? Unsere Hütte ist geschlossen, keine Wurst, kein Getränk - Corona.

 

Jetzt steh ich oben auf dem Turm und schau ins weite Land – wunderbar. Der Blick zum Schwarzwald, gegen die Schweizer Berge, über das Ort, gegen den Heuberg – das kann uns nicht mal Corona nehmen. Manche Fotografen mit ihren Superkameras haben von hier oben auch schon den Mont Blanc abgelichtet. Die Schweizer Alpen zu sehen ist für mich heute schon eine Freude.

 

Beim Genießen des Albdudlers (Mineralwasser und Holundersirup) hänge ich den Gedanken nach. Der Lembergturm, der schönste Turm des Schwäbischen Albvereins, schon über 120 Jahre alt und doch noch wie neu, dank der guten Pflege, der teuren Instandhaltung. Aber zu meiner Zufriedenheit: Da hab ich mit meinem Vereinsbeitrag an den Hauptverein auch mitgeholfen. Das ist dann auch Dank und Anerkennung an unsere Vorgänger, die dieses stattliche und stolze Bauwerk auf den Lemberg gestellt haben.

 

Jetzt mache ich mich aber auf den Heimweg. Die Entscheidung fällt leicht. Vorne bin ich rauf, geh ich hinten runter und  dass ich nicht überlegen muss, geh ich links oder rechts rum, sag ich mir, ich geh im Uhrzeigersinn. Damit das klar ist.

 

Klar ist aber auch: Ich freu mich auf den Stinkerkäs mit Zwiebeln (Kässalat mit Romadur),

 

der hat dann durchgezogen bis ich heim komm. Den hab ich mir gewünscht. Und dann noch a kleins Fürstle vom Klaus dazu – ich freu mich drauf.